Thomas in Estland

Nach Auslandssemester und Masterarbeit in Tartu - jetzt das richtige Leben in Tallinn

Sonntag, Juli 12, 2009

Sommer in Estland

Hallo zusammen!

Hurra, es ist Sommer in Estland! Das heißt es ist tagsüber zwischen 15 und 25 Grad, aber doch oft wolkig. Und alles, was man in den restlichen 9 Monaten des Jahres nicht machen kann, wird jetzt in 3 Monate gepresst. Entsprechend wenig Zeit habe ich zum Blog-Schreiben :-) Nun aber dann doch endlich eine bilderreiche Zusammenfassung der letzten Monate.

Machen wirs diesmal ganz strukturiert, mit Inhaltsverzeichnis.
Also: Was so los war ...
- Lars und Stefan waren zu Besuch, ebenso mein Onkel Klaus mit seiner Freundin Niina
- Ele hat ihr Bachelorstudium abgeschlossen
- Ich habe auf einem Pferd gesessen
- Estland hat ein neues, viel diskutiertes Freiheitsdenkmal
- Es war Jaanipäev - der Tag (und die vorherige Nacht) an dem Esten alljährlich das Mittsommerfest feiern
- Zwei weitere tolle Ereignisse: Das estnische Sängerfest und das estnische Äquivalent zum Oktoberfest, Õllesummer


Fangen wir mit dem wichtigsten an, dem Besuch den ich hatte. Meine Freunde Lars und Stefan waren Anfang Mai hier, und mein Onkel Klaus mit seiner finnischen Freundin Niina Ende Juni. Da alle schonmal hier in Estland und auch Tallinn waren, musste ich mir was Neues einfallen lassen. Mit den beiden Jungs war das hauptsächlich gemütliches Beisammensein in in kleiner Runde in Kneipe oder daheim. Wir waren im Standard-Lokal Hell Hunt, und auch das total auf Mittelalter-Marketing setzende Olde Hansa wollte ich ihnen nicht vorenthalten. Leider hat man in letzterem auf subversive Art versucht, und das Geld aus der Tasche zu ziehen. Eine als tolles Brot mit Kräuterbutter für 2 Euro angepriesene Beilage kostete nachher dann doch 4 Euro, und überhaupt war die Rechnung am Ende doch sehr fantasievoll. Die haben mich das letzte Mal gesehen!
Wir haben aber auch kulturell einiges gemacht: Zoobesuch, Ausflug in einen Nationalpark, Brettspiele bei Dosenbier. In Bildern sieht das Ganz so aus:
Wir könnten eine Boyband sein, oder?


Stefan und ich auf einem Findling im Nationalpark Lahemaa


Das wirklich tolle Brettspiel "Zug um Zug"
unterhielt uns für ein paar Stunden.


Onkel+Freundin hatten leider weniger Zeit, daher gabs nur Kurzprogramm im Nationalpark und Bierchen hier und da sowie Grillen im Garten. Bilder fehlen leider - hoffe, dass Klaus noch welche schickt ...


Nun eine frohe Nachricht: Es gibt was zu feiern! Ele hat ihren Bachelor! Das wurde mit einer echten Zeremonie gewürdigt, wo Dekan etc. Reden halten und die Absolventen ihre Zeugnisse überreicht bekommen. Alle ziehen sich schick an und die Mädels werden mit Blumen überhäuft. Die ganze Stadt Tartu war bunt und überall waren gut angezogene Leute an diesem tollen Tag. Herzlichen Glückwunsch, Ele! Und die nächste gute Nachricht: Sie hat auch schon einen Job sicher. Der Wirtschaftskrise zum Trotz - Ha!
Ele stolz neben ihrer Uni am Tag der Absolventenfeier

Anlässlich unseres 3-jährigen Jubiläums unternahmen wir einen Ausflug. Die Wahl fiel auf Ost-Estland, welches bei den Esten vor allem dafür bekannt ist, dass die Bevölkerung größtenteils russisch ist und dort nicht los ist. Nun, ersteres stimmt, aber letzteres nicht. Es ist wirklich schön, wie an den Bildern weiter unten zu erkennen. Unser Ausflug verlief so:
Ele wollte wirklich gerne einmal reiten, also hab ich mich überreden lassen, mich auch auf ein Pferd zu setzen und es zu versuchen. Auf einem quasi am Meer gelegenen idyllischen Reiterhof setzte mich die Lehrerin auf das größte und stärkste Pferd, das sie hatten (der Name: Prints), und versuchte mir beizubringen wie man sich verhalten muss, um dem Pferd zu sagen, wo man hin will und wie schnell. Nach anfänglichen Missverständnissen zwischen Prints und mir ging es dann doch ganz gut. Auch der Rhythmus fürs Traben kam irgendwann von selbst und es hat richtig Spaß gemacht.
Ich auf dem Riesenpferd namens "Prints"
(was auf Deutsch Prinz heißt, wie man leicht erraten kann)


Dann wars spät und wir mussten uns einen Platz zum Übernachten suchen. Mehr durch Zufall fanden wir einen traumhaften Strandabschnitt, an dem wir uns entschieden, unser Zelt aufzuschlagen. Dabei zeigte sich, dass wir das nicht allzuoft machen, denn wir hatten ein paar wesentliche Dinge vergessen. Zum einen diese biegbaren Stangen, die man über das Zelt spannt, damit es ... nunja, überhaupt stehen kann. Und zum anderen die Luftpumpe, um unsere Riesenmatratze aufzupumpen. Da es schon spät und wir von zu Hause ziemlich weit weg waren, wurden wir kreativ: Ein heruntergekommenes Volleyballnetz diente für diese Nacht als Aufhängung für unser Zelt - als Aufhänger benutzten wir Klebeband sowie einen Gürtel. Unglaublicherweise haben wir es geschafft, ein bewohnbares Etwas aufzubauen (Zelt möchte ich es wirklich nicht nennen).
Versuch eines Selbstporträts am Strand


Unsere Luxusunterkunft


Nach einer wenig erholsamen Nacht machten wir uns am nächsten Tag auf nach Narva, der Stadt an der Grenze zu Russland. Dort gibt es außer Plattenbauten nicht viel zu sehen. Immerhin ist der Strand um den Grenzfluss herum nett gemacht, und man sieht dort zwei Burgen, die sich über Fluss und Landesgrenze hinweg scheinbar grimmig anstarren.
Weiterhin haben wir noch Sillamäe gefunden, ein ehemaliger Ferienort, den die sowjetischen Besatzer nach dem zweiten Weltkrieg von der Außenwelt abschnitten und u.a. zur Herstellung von Atomwaffen nutzten. Die Stadt war für einige Jahrzehnte nicht mal auf Landkarten zu finden. Heute sieht sie wieder wie ein Ferienort aus, jedenfalls im Zentrum. Bilder davon und noch einige weitere von unserem wirklich sehr bildenden und abwechslungsreichen Ausflug hier:

Zunächst, ohne weiteren Kommentar (die Bilder sprechen für sich) ein paar Bilder vom Geländer der Burgruine Toolse, zu deutsch Tolsburg:






An der Ostgrenze der EU in Narva, im Bild die beiden Burgen: links estnisch, rechts russisch.



Sillamäe Zentrum - das sieht für mich nicht wirklich nach Estland aus


Der Sommer nimmt also seinen Lauf. Kurz vor der Mittsommernacht erhielten die Esten ein neues Freiheitsmonument, welches an den Freiheitskrieg zwischen 1918-1920 erinnern soll. Das Monument wurde vor seiner Eröffnung viel und kontrovers diskutiert. Nicht nur seine Form (ein hoher quadratischer Sockel aus Stein mit einem monströs großen Kreuz auf der Spitze), sondern auch der Entscheidungsprozess (eine "Experten"runde hat das Denkmal entschieden, obwohl viele es nicht wollten, und die Bevölkerung wurde nicht wirklich gefragt) sorgten für Diskussionsstoff. Nun ist es also fertig, und ich habe mir die mystisch inszenierte Eröffnungszeremonie angeschaut. Man hat offenbar von Regierungsseite versucht, der Bevölkerung etwas Selbstvertrauen zu geben in den momentan schwierigen Zeiten. Den vielen Fahnen bei der Veranstaltung nach zu urteilen glauben zumindest viele noch an ihr Land.
Vielleicht waren sie aber auch einfach nur enthusiastisch wegen des Tags darauf folgenden Mittsommerfests. Wir grillten dazu an einem der Strände von Tallinn mit ein paar anderen ausländischen Studenten oder bereits Arbeitenden - und es ist diese Nacht in der es nicht dunkel wird, was ein tolles Erlebnis ist.
Das Freiheitsdenkmal, bei seiner Eröffnung von hinten angestrahlt.
Mittlerweile leuchtet es von innen heraus



Grillen am Strand mit Bekannten



Ein großes Feuer am Jaanipäev ist Pflicht! Idealerweise ist es klein genug zum Drüberspringen, denn das bringt Glück oder Fruchtbarkeit oder sowas - hab vergessen was es genau war.



Die nächste Aufbaukur fürs estnische Selbstbewusstsein war das Sängerfest Anfang Juli. Es findet alle 5 Jahre statt, und schon lange vor dem Fest selbst bewerben sich Chöre aus dem ganzen Land darum, beim Fest auf der Bühne stehen zu dürfen und alte estnische Volkslieder zu singen. Das Sängerfest hat für Esten eine ganz besondere Bedeutung, es ist Teil ihrer Identität. Entsprechend aufregend war es, als Außenstehender daran teilzunehmen und versuchen zu verstehen, wie Esten das alles empfinden, was auf der Bühne mit mehreren Tausend Sängern passiert. Der größte Chor, der beim diesjährigen Fest sang, war ein Zusammenschluss aller ca. 24.000 Sänger - einfach nur Wahnsinn, diese Kulisse. Die Lieder waren wirklich ergreifend, und die Akustik trotz Open Air überwältigend. Am Haupttag kamen 100.000 Menschen, um sich das Spektakel anzusehen - ich war einer von ihnen in dieser riesigen Menge. Hoffentlich können die Bilder vermitteln, wie es sich anfühlte.
Eine unglaubliche Kulisse


Früh übt sich wer einmal ein Patriot werden will


Fahnen und jede Menge Menschen


Heute nun geht eine weitere Großveranstaltung zu Ende - Õllesummer. 5 Tage lang ist das Gelände, auf dem wenige Tage zuvor noch die 24.000 Sänger estnische Volkslieder sangen und die Esten als Volk spirituell aufbauten, nun Schauplatz einer Vielzahl von Bands und vor allem Platz für Gegrilltes und Bierbuden aus aller Welt. Letzten Mittwoch war dort Moby live zu sehen, was ein Wahnsinnskonzert war. Es gab natürlich haufenweise deutsche Biere zu kaufen, was ich mir nicht nehmen ließ, wie hier auch bildlich dokumentiert ist.
Der Geschmack von Heimat ...


Das Wetter während der Konzerte war mittelmäßig, um es einmal positiv auszudrücken.


Wenn schon Grillen, dann richtig!


Und zum Schluss die freudige Nachricht: Ich werde Ende Juli für knapp 2 Wochen daheim sein, worauf ich mich schon wahnsinnig freue. Ich mache einen Roadtrip mit dem Auto, bin noch auf der Suche nach Mitfahrern, denn alleine ist das etwas schwierig. Aber ich finde schon noch jemanden. Ich hoffe, in dieser Zeit möglichst viele von euch zu sehen! Also dann - bis bald!

Sonntag, April 26, 2009

Urlaub in Rumänien

Tach zusammen! Es gibt so einiges Neues zu berichten. Zunächst mal ist Ele wieder da, ihr Auslandssemester in Konstanz ist zu Ende und mit einem lachenden und einem weinenden Auge ist sie in ihre Heimat zurückgekehrt. Bei mir warens dann eher zwei lachende Augen. Gerade schreibt sie fleißig an ihrer Bachelor-Arbeit.

Mit Estland gehts weiter den Bach runter, Leute werden allenthalben entlassen, man hört und liest nur Negatives. Auch in meiner Firma hats Sparmaßnahmen und Kürzungen gegeben, aber zumindest hab ich meinen Job noch, also beklag ich mich mal nicht.
In diesen schwierigen Zeiten verbeißt sich die derzeitige estnische Regierung in dem Ziel, unbedingt die Euro-Einführung zu bewältigen, ganz so als wäre der Euro der Heilsbringer, der alle Probleme einfach wegstandardisiert. Gleichzeitig spricht man von nötigen Veränderungen bei den Steuern (= Erhöhung von Steuern) um den Staatshaushalt auszugleichen. Mir ist leider nicht so ganz klar, wie Steuererhöhungen die Wirtschaft ankurbeln sollen. Naja, wenns uns hier zu bunt wird dann kommen Ele und ich halt nach Deutschland.

Um dann aber noch mehr Positives zu erzählen: Ich hatte eine Woche Urlaub, die ich größtenteils in Rumänien und kurz auch zu Hause in Ellenz verbracht habe.
Wenn ihr jetzt denkt: "Rumänien?! Was macht der denn da?", hier die Erklärung: Bei den Leuten aus aller Welt, die ich in meinem Auslandssemester in Tartu vor drei Jahren kennengelernt hatte, sind auch ein paar Rumäninnen. Eben diese haben uns dieses Jahr zu sich eingeladen. Angereist waren außer mir noch Liset und Paul aus Holland, Oli ausm Schwabenland und Heidi aus Finnland. Es folgt ein kurzer Reisebericht mit Bildern.

Mein Reiseverlauf war wie folgt:
Tallinn->Riga->Düsseldorf->Dortmund->Cluj/Klausenburg->Sibiu/Hermannstadt->Ranca->Bukarest->Dortmund->Ellenz->Riga->Tallinn. Da ich alles mit Billigfliegern bewältigt habe ging es sogar einigermaßen billig, dafür halt nicht bequem. Aber was solls - Geiz ist geil!

Nun denn, meine Rumänienreise begann in Cluj-Napoca, eine von Sachsen gegründete Stadt in Siebenbürgen (besser bekannt unter dem Namen "Transsilvanien"). Wahnsinn, wo sich die Deutschen überall breitgemacht haben, echt. Nachdem mich also meine Billig-Fluggesellschaft Wizzair, welche ich hiermit ausdrücklich NICHT weiterempfehle, am modernen Ankunftsterminal abgesetzt hatte, machte ich mich auf den Weg in die Innenstadt. Was ich sah beeindruckte mich sofort: Absolutes Chaos auf den Straßen! Als Autofahrer muss man ständig improvisieren, und es gilt grundsätzlich die Regel: Wer sich mehr traut, fährt zuerst. Dabei muss man nicht nur auf andere Autos achten, sondern auch auf die überall frei herumlaufenden Hunde, auf offenbar selbstmordgefährdete Fußgänger, und nicht zuletzt auf die manchmal abenteuerlich zusammengebauten Esel- und Pferdekarren.
Cluj-Napoca selbst ist ein Traum, wie ich fand. Ein stark mediterranes Flair, billiges Essen&Trinken (ca. 1 Euro für ein großes Bier) , sehr nette Menschen - was mill man als Urlauber mehr? Ich schlief mit Paul in einem Hostel, das für 15 Euro alles bot, was man sich nur wünschen kann. Hier ein paar Bilder:

Ein Platz mit einer wichtigen Statue


Blick über die Stadt. Das Gras war da schon deutlich grüner als zur gleichen Zeit in Estland :-)


Ein gewöhnliches Bild in Cluj - Wann immer man eine rumänische Flagge sah, war meist eine EU-Flagge daneben


Totales Kabelchaos. Irgendwie werden in Cluj die Kabel nicht unterirdisch verlegt, was zu solch haarsträubenden Konstruktionen führt.



Am nächsten Tag ging es bereits weiter nach Sibiu, von den Sachsen damals Hermannstadt getauft. Die Stadt war 2007 europäische Kulturhauptstadt, was man an der wunderschön wiederhergestellten Innenstadt sehen konnte, in die sicher auch Eure Steuergelder geflossen sind. Wir nächtigten in einer Pension, wo uns die Übernachtung gerade mal 15 Euro / Person kostete, und es war auf Hotel-Niveau! Wen es mal nach Sibiu verschlägt: http://www.casavechesibiu.ro/
Abends haben wir erstmal gut gegessen. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Hirn probiert. Also Schweinekotlett mit Hirn gefüllt. Es war ... interessant. Fragt mich nicht, wie ich auf die Idee kam. Jedenfalls hat es ziemlich gut geschmeckt, wenn auch die Konsistenz ziemlich eklig war. Hätte ich nicht gewusst, was ich da esse, dann hätte ich mir wohl nix bei gedacht.

Dann haben wir als große Reisegruppe noch den Besitzer eines Cafés glücklich gemacht, indem wir dort unheimlich viel tranken. Und zuletzt hat es uns in eine Bar namens "Oldies" verschlagen, wo wir den Rest Nacht tanzten und tranken und verrückte Bilder machten. Auch von Sibiu ein paar schöne Aufnahmen:

Einfach nur schön wars in Sibiu


Das waren wir fünf Rumänien-Touristen


Schon von Sibiu aus konnte man die Karpaten sehen. Und genau da wollten wir hinauf.


Am nächsten Tag ging es nach nötigem Katerfrühstück weiter zum Höhepunkt (wörtlich zu nehmen) unseres Aufenthalts: Ranca. Ein Ort in den Karpaten, auf 1700m wenn ich mich recht erinnere. Die Firma des Vaters von einer unserer Gastgeberinnen hat dort ein hübsches Häuschen, welches wir übers Wochenende nutzen durften. Wir genossen ein üppiges Ostermahl (orthodoxe Ostern waren eine Woche nach unserem Osterfest), wanderten herum, hatten eine Schneeballschlacht und im Allgemeinen einfach nur Spaß.

Wir haben bis Sonnenaufgang gewartet, und es hat sich gelohnt!


Da wuchs nicht viel oben in den Bergen, aber der Frühling bahnt sich seinen Weg.


Noch spannender als der Aufenthalt in Ranca war die Fahrt dorthin. Zunächst mal mussten wir an den Fuß des Berges gelangen, den es dann hinaufging. Diese Fahrt war einfach nur wahnwitzig. An dieser Stelle eine Warnung an alle, die erwägen in Rumänien Urlaub zu machen: Die fahren als gäbe es kein Morgen! Da wird an Stellen überholt, wo ich es nicht für möglich gehalten hätte. Wenn die zugelassene Höchstgeschwindigkeit 40 ist, dann wird halt 140 gefahren. Wie das geht? Mit Hilfe eines tollen Radar-Warngeräts, das man sich unter die Frontscheibe pappt. Sobald ein Blitzer oder eine Polizeikontrolle mit Radar kommt, fängt das Gerät wie wild an zu piepen, und man fährt eben kurz etwas langsamer. Und das Beste: Diese Dinger sind in Rumänien erlaubt! Daher kann man auch durch Ortschaften mit 150 rasen. Die Menschen, die auf den an sich nicht vorhandenen Bürgersteigen laufen, kümmert das alles recht wenig. Und wenn einer der ungefähr 5 Millionen frei herumlaufenden Hunde Rumäniens vors Auto springt, dann wird kräftig gehupt und geflucht, bis der Hund abhaut - gebremst wird allerdings nicht.
Ich hab die Höllentour überlebt, indem ich angestrengt aus dem Seitenfenster schauend die Landschaft bewundert habe. Die ist wirklich sehenswert, jedenfalls in dem Teil Rumäniens, in dem wir unterwegs waren. Es sieht manchmal so ein bisschen aus wie in der Toskana, mit sanften tiefgrünen Hügeln und hellen Häusern mit roten Dächern. Und Wein wird dort auch angebaut. Und das Panorama auf dem Bild unten hat mich ein bisschen an zuhause erinnert. Kurz gesagt: Es ist einfach nur schön!



Letzte Station meiner Reise war dann die Hauptstadt, Bukarest. Hier hatte ich nicht wirklich viel Zeit, bin also nur ziellos mit Heidi durch die Straßen gelaufen. Was wir gesehen haben war nicht wirklich einladend. Vielleicht habe ich auch einfach nicht die richtigen Ecken gesehen, aber ich war milde gesagt enttäuscht von der Stadt und ihrem Charakter. Ein paar Bilder hab ich dann doch noch gemacht:

Die allgegenwärtigen Hunde, auch in der Hauptstadt.


Ein beachtliches Loch in der Straße. Da kann man sich das Auto schön dran kaputt machen. Umso fragwürdiger die eher unauffällige Warnung durch ein Fähnchen, das HINTER dem Loch stand.


Anschließend habe ich noch zwei Nächte daheim verbracht, bevor ich mich auf den Rückweg nach Estland gemacht habe. Alles in allem ein sehr ereignisreicher Kurzurlaub.
Und jetzt freue ich mich auch schon auf den nächsten Besuch: Lars und Stefan kommen Anfang Mai nach Tallinn.

Viele Grüße aus dem endlich auch frühlingshaften Tallinn!
Thomas

Donnerstag, Januar 29, 2009

Ich hab ein Auto!

Der letzte Eintrag ist zwar erst 4 Tage her, aber mit den guten Neuigkeiten kann ich mich einfach nicht länger zurückhalten:
Ich bin nun stolzer Benutzer eines neuen Toyota Corolla! Benutzer, ja, nicht Besitzer, denn es ist ein Firmenwagen. Aber das macht gar nichts, es ist sogar noch besser als selbst eins zu haben, weil ich mich nicht um die laufenden Kosten kümmern muss :-)

Also, für die Technikinteressierten:
Toyota Corolla D4D 1,4 Diesel, 90 PS, schwarz.

Für die, die nur Bilder sehen wollen:


Ich find den richtig schön, er beschleunigt gut, Endgeschwindigkeit werd ich wohl nie rausfinden, da man hier in Estland nur 90 fahren darf, auch auf den "Autobahnen".

Seit Montag bin ich mich am freuen wie ein kleines Kind. Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich so rein materiell motivierbar bin, aber es ist wohl mehr als das Auto an sich: Die Freiheit, die damit verbunden ist und die mir jetzt 2 Jahre lang fehlte, ist noch völlig ungewohnt. Eigentlich müsste ich pausenlos rumfahren, sei es nur um des Fahrens willen. Freu mich schon auf den Sommer, dann gibts Roadtrips!
Das Gute für euch: Wer mich besuchen kommt, den kann ich jetzt vom Flughafen abholen ;)

Gut gelaunt verabschiede ich mich und wünsche euch schonmal ein schönes Wochenende.

Sonntag, Januar 25, 2009

Was so los ist und war

Hallo zusammen,

für ein Frohes Neues Jahr ist es inzwischen wohl deutlich zu spät. Vor allem, wenn man den estnischen "Regeln" folgt: Ein frohes neues Jahr darf man nur bis zum 6. Januar wünschen. Tut man es dennoch danach, dann muss man einen ausgeben. Naja, ich kann mir schlimmere Strafen vorstellen.

Mittlerweile haben bestimmt alle die schöne Weihnachtszeit und die rauschende Silvesterparty vergessen, aber ich will dennoch erzählen, wie es mir ergangen ist.

Ich hatte die Chance, zu gleich zwei Weihnachtsfeiern meines Arbeitgebers zu gehen, wovon eine als 2-tägiges Strategiemeeting getarnt war. Und der Begriff Strategiemeeting täuschte weiterhin darüber hinweg, dass hauptsächlich diskutiert wurde, wie man jetzt was am besten trinkt. Und die strategisch wichtigste Entscheidung war es, die Sauna anzuheizen.
Das Abendessen und dessen gemeinsame Zubereitung war verbunden mit Team-Building, sprich: Es wurde zuerst in kleinen Gruppen getrunken, und dann nachher zusammen.

Die zweite Weihnachtsfeier war dann einfach nur riesig. Jeglichem Krisen-Gerede trotzend hatte Rimi Eesti einen ganzen Nachtclub gemietet und diverse estnische Popgrößen eingeladen. Neben literweise kostenlosem Wein und Sekt gab es ein richtiges Showprogramm. Also: Wirtschaftskrise, wir sch***** drauf! Ich fands gut, solch ein Zeichen zu setzen. Hätte man die Feier ausfallen lassen, dann wäre das bestimmt ein falsches Signal gewesen. So aber war es sehr motivierend nach meinem Weihnachtsurlaub wieder zur Arbeit zu gehen.


Der Urlaub ... genau. 2 Wochen habe ich mir gegönnt, Abreise war unmittelbar nach Ende der beschriebenen Feier. Ich verbrachte mit Ele zusammen eine Woche daheim, wo wir uns kugelrund aßen und tranken. Danke, Mama! Das war eine wirklich faule Zeit, in der ich es trotzdem, schaffte ein paar von euch nochmal zu sehen, wenn auch leider nicht alle. Die, die ich nicht gesehen habe, müssen mich dann halt hier besuchen kommen, ganz einfach. Am besten schön frühzeitig buchen :-)


Dieses wie gemalte Bild bot sich eines Abends
beim Blick aus dem Ellenzer Wohnzimmerfenster

Es ist doch nirgends schöner als daheim!



Nach dieser, abgesehen von der Kalorienbilanz, sehr positiven Woche fuhr ich mit Ele in Opa Karls (und jetzt Onkel Otmars) altem VW Passat nach Konstanz, wo ich mir ihre Mini-Wohnheimsbude anschaute und wir weiter entspannten. An Silvester fuhren wir
schließlich nach Prag, wo die Eltern einer Studienkollegin von Ele ein recht großes Haus haben. Da genau diese Eltern über Neujahr verreist waren, bot sich DIE Gelegenheit für uns und 6 weitere Erasmus-Studenten. Wir blieben also bis zum 3.1. dort, schauten uns Feuerwerke, Stadt und Kneipen an, und hatten einfach nur eine tolle Zeit. Prag als Stadt ist sehr beeindruckend, wirklich umwerfend schön. Tallinn kommt mir dagegen jetzt wie ne kleine Klitsche vor (was es mit seinen immerhin 400.000 Einwohnern ja an sich nicht ist).

Ich in kalter Nacht auf der Karlsbrücke


Man sieht es uns nicht direkt an, aber es war saukalt!


Eine dieser typischen Touristenattraktionen: Die astronomische Uhr am alten Rathaus. Zu jeder vollen Stunde tanzen ein paar Figuren zu Glockenschlägen heraus, und hunderte Leute sind versammelt und schießen ein Foto nach dem anderen. Diese von etwas völlig Einfachem begeisterte Menge war für mich die eigentliche Attraktion.


Die Katze unserer Gastgeberin. Sie schaute immer etwas griesgrämig drein.



Nachdem der gute alte Passat uns auch noch von Prag zurück nach Frankfurt gebracht hatte, wo ihn meine Eltern morgens in Empfang nahmen, flog ich zurück nach Estland. Seitdem vermisse ich Daheim und Ele dramatischst, kann mich als Kompensation aber verschiedener Dinge hier erfreuen: Es schneit oft, also ist alles weiß, was wirklich schön aussieht. Meine Firma veranstaltet Trainings am laufenden Band, d.h. ich brauche nicht zu arbeiten in der Zeit, lerne was, und krieg auch noch Geld dafür. Und das Beste: Diese Woche soll ich endlich meinen langersehnten Firmenwagen erhalten. Es wird ein schwarzer Toyota Corolla mit eher kleinem Motor, aber darüber sehe ich gerne hinweg, denn ich krieg einen Neuwagen, den ich auch privat nutzen darf, für nüx. Daher: Freude!

Noch ein Grund zur Freude: Ele kommt mit höchster Wahrscheinlichkeit am 26.02. zurück. Endlich!! Dann war sie ein halbes Jahr in Konstanz. Mal gespannt ob es bleibenden Eindruck hinterlassen hat und wir bald nach Deutschland ziehen :-) Deutsch spricht sie inzwischen jedenfalls schon ziemlich gut, wie ich finde. Die Chancen steigen also ...

Weiterhin darf ich mich nun als ein akzeptierter Fast-Este bezeichnen, denn ich wurde vergangene Woche von einem Kollegen zum Saunieren mit anderen Kollegen zu ihm nach Hause eingeladen. Wenn ein Este soweit geht, dann hat man es geschafft, sagen manche. Nun, wenn das tatsächlich stattfindet, sollte ich wohl lieber nicht mit dem Auto fahren.

Ein weiterer Versuch, mich zu integrieren, ging leider vollends schief: Gemeinsames Skifahren mit Esten. Ich muss zu meiner Verteidigung vorab sagen, dass ich noch nie in meinem Leben auf Skiern gestanden hatte. Entsprechend schwach war meine Vorstellung, und ich lag die halbe Zeit im Schnee. Sagen wir es mal so: In den Abschnitten, wo die Strecke weder anstieg noch abfiel, und wo keine Kurve war, da habe ich durch sicheres Vorwärtsdrücken geglänzt. Aber sobald sich das änderte wurde ich wie von einem Magneten zu Boden gezogen. Besonders dramatisch war der Abfahrtsteil, den ich halb purzelnd hinter mich brachte, sehr zur Erheiterung meines Kollegen Martin, dem es nicht gelang, mir die richtige Technik beizubringen. Aber gut, ich lasse mich natürlich nicht entmutigen, und werde es bald noch einmal versuchen, sobald meine blauen Flecken verheilt sind. Es sind schließlich noch keine Meister vom Himmel gefallen. So!
Etwas entmutigend war es dann aber schon, dass Kinder im Alter von höchstens 6 lockerleicht an mir vorbeizischten und sich auf Estnisch beschwerten, ich würde die Strecke blockieren. Ich hatte den Eindruck, die sind auf Skiern geboren worden.
Da war noch alles in Ordnung ...

Nun denn, eine frohe Woche und ein erfolgreiches Jahr 2009 wünsche ich Euch allen!

Samstag, November 22, 2008

Schnee und Vorsätze

Na, da hab ich letztes Mal noch vom Winter und seinen Nachteilen berichtet, und schon fängts an zu schneien. Und wie! Seit Mittwoch ist das ganze Land weiß und es ist einfach nur traumhaft. Einige Beweisfotos aus dem Büro:


Hier sieht man normalerweise einen ganzen Haufen großer Lagerhäuser.
Diese Woche nur eine weiße Wand aus Schnee.


Ich freue mich ohne Ende. Alles wirkt direkt viel freundlicher und heller. Wenn kein Schnee liegt ist alles irgendwie grau und braun und matschig, aber jetzt ...
Ich werde diesen Winter definitiv Ski fahren irgendwo hier in Estland. Ich habe das tatsächlich noch nie in meinem Leben gemacht (aus Angst, mir wieder mal was zu brechen wahrscheinlich). Also, wann wenn nicht jetzt?
Und noch einen Wintersport will ich ausprobieren: Eisfischen. Aber dafür muss es erstmal richtig kalt werden. Dann nimmt mich mein Kollege Martin mit auf einen See, mit entsprechender Ausrüstung und der traditionsgemäßen Flasche Wodka. Hoffentlich wirds bald kalt genug dafür!

Ich habe auch berechtigterweise die Hoffnung, dass ich diese Vorhaben umsetze, denn ich habe mich jetzt endlich zum Fitnessstudio aufgerafft. Erstmal nur eine Monatskarte, aber ich hoffe die Begeisterung hält an. Und mein Wille, gute Vorsätze einzuhalten auch.


Für diesmal wars das auch schon fast, aber ich will euch nicht entlassen, ohne einen Link präsentiert zu haben:
www.estlandia.de
ist die Webadresse eines Internet-Reiseführers für Estland. Wirklich sehr gut gemacht und glänzend recherchiert. Wer also mehr über Land, Leute und Sprache lernen will, der schaue da mal rein.

Wünsche ein schönes Wochenende!
Viele Grüße in die Heimat,
Thomas

Donnerstag, November 06, 2008

Winter, Skorpione und Geburtstage

Hallo zusammen,

Na da war ich aber lange schreibfaul! Das liegt bestimmt nicht daran, dass nichts passiert ist, aber ich war sehr erfolgreich im Mich-Drücken und Verschieben und Dringend-was-Wichtiges-zu-tun-Finden (denen unter euch, die schon einmal an einer Diplom(oder ähnliches)-Arbeit saßen, kennen das Gefühl vielleicht - ich hab das zwar zum Glück hinter mir, aber die Fähigkeit ist geblieben).

Ich gelobe Besserung, auch wenns echt schwer ist, sich als Mitglied der arbeitenden Bevölkerung abends zu was aufzuraffen. Ich nehme mir seit Wochen vor, doch mal das hiesige Schwimmbad mit Muckibude auszuprobieren. Aber es kommt immer was dazwischen. Immer. Manchmal hab ich zuviel Hunger, bin zu müde, muss unbedingt Simpsons schauen, dringend Staubsaugen, ... naja, ihr kennt das :-)

Also, ohne weitere Umschweife zu Erzählenswertem. Im Baltikum beginnt praktisch schon der Winter. Das hat Vor- und Nachteile:
Vorteile:
  • Man darf auf Schnee hoffen
  • Man kann endlich wieder Schals tragen
  • Mein grauer Mantel passt zur Umgebung
... falls euch diese Vorteile nicht überzeugen, macht euch nix draus. Mich nämlich auch nicht. Aber ich suche krampfhaft nach Lichtblicken. Nun also zur (stark gekürzten) Liste der Nachteile:
  • Es wird kalt (-2 schon erlebt - morgens, nicht mitten in der Nacht)
  • Es ist dunkel wenn man zur Arbeit fährt und dunkel wenn man heimkommt (hier muss fairerweise ein vergessener Vorteil eingeschoben werden: Die Umstellung auf die Winterzeit führte dazu, dass es nun noch dämmert, wenn ich zur Arbeit fahre. Dafür ist aber nicht nur dunkel sondern stockdunkel, wenn ich heimkomme)
  • Auf den Straßen darf nur noch 90 gefahren werden (nicht wie im Sommer rasante 100, oder gar 110 auf den 4-spurigen Landstraßen)
  • Es regnet, was schon schlimm genug ist. Es führt aber auch zu ständigen Pfützen aufgrund fehlender Kanalisation in manchen Stadteilen und damit zur allzeit präsenten Gefahr, von einem vorbeifahrenden Auto geduscht zu werden.
  • Die Hemmschwelle, rauszugehen und sich mit anderen leidenden Deutschen oder Esten zu treffen, wird höher.
  • Die möglichen Ausreden, keinen Sport zu treiben, werden mehr (oder ist das Vorteil?).
  • Im Sommer und Herbst sehr belebende Spaziergänge am Meer werden zum Überlebenstraining.
  • ... ich höre an dieser Stelle mal auf
Bedauerlicherweise verschlimmern sich sämtliche Nachteile noch. Für weitere 6 Wochen wird das Tageslicht weniger, bis es wieder aufwärts geht.

Und jetzt höre ich auch mit Rumjammern auf, denn das alles ist ja nur halb so wild. Denn es gibt auch viele positive Erlebnisse, die mich die Dunkelheit vergessen lassen. So z.B. das Scorpions-Konzert letztes Wochenende.
SCORPIONS? Die leben noch? Waren die etwa im Rollstuhl auf der Bühne?
Jaja, auch ich habe mir diese Gedanken gemacht, als ich mir die Konzertkarte kaufte. Hatte schon übelste Abzocke vermutet oder befürchtet, ich hätte die Werbung falsch gelesen und es sei nur eine Coverband oder so. Aber nein, im Gegenteil!! Mann, war das geil! Hier ein paar Bilder:




Die Jungs habens echt noch krass drauf. Und Wind of Change live zu hören war schon ein Erlebnis, vor allem vor dem politischen Hintergrund der baltischen Staaten und was das Lied auch für die Menschen hier bedeutet hat. Das konnte jeder in der Halle mitsingen, und laut!
Bisschen poserhaft war dann, als der Schlagzeuger den großen Rock'nRoller raushängen lassen wollte und doch glatt eine 0,5er-Dose Bier in wenigen Sekunden schluckte. Dummerweise hat er die Dose nicht richtig zu fassen bekommen und man konnte auf dem Riesenbildschirm deutlich die Aufschrift "Clausthaler" lesen :-)
Und überrascht war ich auch, unseren CEO, also den Chef aller Chefs unseres Unternehmens und immerhin Entscheider über knapp 11.000 Arbeitnehmer mit seiner Tochter und in Metalshirt und Nietengürtel dort anzutreffen. Lustig, wenn man Leute nur aus dem Büro und gestriegelt im Anzug kennt, und dann plötzlich auf so einem Konzert trifft. Jedenfalls ist mir der gute Mann jetzt äußerst sympathisch.

Ja, auf der Arbeit läufts super. Es macht mir echt Spaß, ich bin gefordert, darf/muss viel reisen. Bisher nur im Baltikum (immerhin schonmal nach Lettland und Litauen ab und an), aber demnächst dann auch mal nach Stockholm, Oslo oder Amsterdam. Das bringt willkommene Abwechslung, und interessant ist es auch. Weiterhin mache ich mir immer mehr Hoffnungen auf einen Firmenwagen - an sich ist niemand dagegen, aber gerade wurde in unserer Firma ein Sparkurs verordnet, wie so ziemlich überall hier, weil die Wirtschaft abstürzt und folglich auch unsere Umsätze sich nicht so ganz entwickeln, wie man es Anfang des Jahres dachte. Bedauerlicherweise berichten die Medien auch hier über kaum was anderes und senken damit die ohnehin miese wirtschaftliche Stimmung noch mehr. Es ist DIE Sensation des Jahres, seit Monaten findet sich keine Zeitung ohne täglichen Artikel über ach und weh und wie schlimm doch die Rezession ist.
Okay, in einem Land, das seit vielen Jahren enormes Wachstum und Wohlstandsmehrung gewöhnt war ist es an sich nicht überraschend, dass Leute jetzt nervös werden weil sie mit ihren Krediten für Haus, Auto und LCD-Fernseher nicht mehr rundkommen. Aber mit dem Jammern muss doch auch mal Schluss sein, echt jetzt! Egal, wir im Einzelhandel freuen uns jetzt aufs Weihnachtsgeschäft, und ich mich schon auf Weihnachten daheim. Ich mache weiterhin die gewagte Aussage, dass diese Krise dem Durchschnittsmenschen überhaupt nicht wehtut. Klar, denen die ihren Job verlieren, weil ihr Arbeitgeber nix mehr verkauft bekommt, schon, und zwar ziemlich. Aber der großen Mehrheit macht die Berichterstattung nur Angst und dämpf die Konsumlust nur noch weiter. Das wars für diesmal aus der Kritikecke.

Schön war Anfang Oktober, ich kam zur genau richtigen Zeit heim: Mein Vater wurde 60 und meine Oma 75. Gleich zwei Anlässe zum Feiern, und ich habe die ganze Familie nochmal wiedergesehen. Und Ele endlich auch wieder. Da sie jetzt in Konstanz ein Auslandssemester verbringt, kommt das mit dem Treffen leider nicht so oft vor. Wir haben uns schön durch Mainz und Trier führen lassen (Danke, Barbara, Julia und Ella!) und in Koblenz zünftig Döner gegessen - hach, was hat mir der gute alte Döner doch gefehlt!

Ich will euch ein paar Fotos vom 60. meines Vaters nicht vorenthalten. Die Nachbarn waren so kreativ mit lustigen Spielchen, das muss man einfach veröffentlichen:

Hier bekam der arme Papa für jeden Monat des Jahres ein entsprechendes Stück Ausrüstung.



Ziel dieses Spiels war es, Geld aus Luftballons herauszubekommen. Dafür hatte mein Papa einen Toilettensitz und seinen Hintern zur Verfügung. Da das gedämpfte Platzen des Ballons unter der Klobrille einem Pfurz nicht ganz unähnlich war, gab es Gelächter am laufenden Band.


Als alle schon weg waren haben wir uns noch einen Cocktail genehmigt


Ele am nächsten Morgen auf unserem guten alten Trecker - der immer noch fährt!



So war die Aussicht von daheim im Oktober ... ein Traum!


Am 20.12. komme ich wieder heim, Weihnachten, klar, ohne Familie undenkbar. Überall höre ich schon von Planungen für Silvester. Ich halte mich da einfach raus und warte auf Vorschläge, denn ich habe wenig Lust mir jetzt schon Gedanken zu machen, wo ich in 2 Monaten sein werde. Ele meinte mal was von Prag ... warum nicht?

Noch eine Kurzgeschichte zum Schluss:
Mein Estnisch ist inzwischen gut genug, um einfache Vorträge zu geben, was mir bei der Arbeit auch prompt für eine Schulung mit drei Terminen aufgetragen wurde. Ich durfte also einem Publikum aus estnischen Frauen mittleren Alters erklären, wie man ein bestimmtes System benutzt. Da ich nicht viel sprechen wollte (warum ist wohl klar), haben wir eine Simulation vorbereitet, wo die Teilnehmer spielen sollten, anstatt den ganzen Tag meinem gebrochenen Estnisch zu lauschen. Klappte auch alles super, aber ich musste oftmals gegen die Unruhe ankämpfen, die bei lebhaften Diskussionen unter meinen Zuhörern aufkam. Nachdem ich viele Wörter für "Ruhe bitte" versucht hatte, bei denen mir immer wieder signalisiert wurde, dass sie eher falsch seien (habs mit "Frieden" oder "Seid zufrieden" versucht), und nachdem ich die richtige Übersetzung ständig vergaß, dachte ich, ich hätte den Geistesblitz und sagte auf Estnisch "Olge vait". Ich dachte es heißt "Seid leise", aber alle schauten mich auf einmal entsetzt an und lachten dann laut los, weil ich offensichtlich nicht wusste, was ich gerade gesagt hatte. Nun, ein freundlicher Kollege erklärte mir später sichtlich amüsiert, ich hätte zu meinen Zuhörern "Haltet euer Maul!" gesagt. Zum Glück hab ich den Ausländerbonus :-)

Das wars für heute, ich berichte wieder, wenn sich etwas Bahnbrechendes ereignet hier. Bis dahin, und hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen.

Viele Grüße,
Thomas

Montag, Juli 14, 2008

Ein schönes Land!

Jaha, ein schönes Land haben wir, und ich meine damit Deutschland. Nicht, dass Estland nicht schön wäre (dazu später mehr) - aber bei meinem Sommertrip nach Deutschland musste ich doch mal wieder erstaunt feststellen, was Deutschland alles zu bieten hat. Neben all den wunderbaren Lesern dieses Blogs (ich muss etwas schleimen, der letzte Eintrag liegt so lange zurück) gibt es dort nämlich auch einfach traumhafte Landschaften und Städte. Woher der plötzliche Enthusiasmus, werdet ihr euch fragen. Nun, diese Geschichte folgt hier.

Anfang Juni machte ich mich mit Ele und meiner Bekannten Monika auf den langen Weg nach Deutschland ... mit dem Auto. Genauer gesagt mit einem Transporter der Marke Ford Transit. Nach anfänglich etwas ruppigem Anfahren lief es irgendwann richtig gut, und schon nach gut 18 Stunden erreichten wir Warschau. Pausen gabs keine, Monika und ich haben uns einfach immer abgewechselt, mit mehr oder weniger erholsamen Schlafpausen. Ele hat derweil für eine Klausur gelernt oder versucht, die wirren Regeln der deutschen Sprache zu verstehen.

Nach Warschau wurde es dann etwas langsamer, und wir hatten unsere liebe Mühe mit dem polnischen Fahrstil. Denn es wird quasi von einem erwartet, dass man permanent mit einem Rad im Graben fährt, damit entgegenkommende überholende Fahrzeuge auch Platz haben. Aus zwei Spuren werden so schnell drei oder in Extremfällen auch schonmal vier. Aber auch das haben wir überlebt, und schließlich nach geschätzten 24 Stunden haben wir Monika am Flughafen Schönefeld abgeliefert. Die Ärmste sah so müde aus wie ich mich fühlte, aber auch froh, wieder Heimatboden zu betreten. Es ist schon ein stark unterschätztes Glücksgefühl, wenn man plötzlich wieder gelbe Straßenschilder sieht und alles lesen kann, was so um einen rum geschrieben steht.

Und nun beginnt die Erzählung vom schönen Land. Sie beginnt im Spreewald, im schönen Lübben. Hach, wat schön. Gurken aller Geschmacksrichtungen überall zu kaufen, Kahnfahrten, alles voll entspannt. Aber da waren wir nur kurz, leider. Wir hatten nämlich einen Termin in einer Werkstatt in Pulsnitz, der Pfefferkuchenstadt. Es ist die einzige Stadt in Deutschland, in der Pfefferkuchen (sowas wie Lebkuchen) noch von Hand hergestellt werden. Dort hat man in unser Auto (geliehen von meinem Bekannten Peter aus Tallinn) einen Gasantrieb eingebaut - wir haben quasi den Transport des Autos dorthin übernommen. Dafür durften wir im schönen Gasthaus am Markt in einem Zimmer mit Wasserbett nächtigen. Hier ein Bild vom Pulsnitzer Marktplatz:



Wir hatten auch noch einen Tag Zeit, uns Dresden anzuschauen - einfach nur schön. Die Frauenkirche und den Zwinger sollte man echt einmal gesehen haben! Und natürlich das Dresdener Kneipenviertel - das ist so vom Kaliber Frankfurt-Sachsenhausen. Eine Kneipe neben der anderen, und überall lief Fußball. Ele hat auch gleich noch dem Ballack Glück für die EM gewünscht - bisschen was hats ja genutzt.

Der Zwinger in Dresden


Die Frauenkirche mit Lutherstatue davor


Wie konnten die Deutschen denn nach so nem Glücksbussi noch verlieren??


Nachdem das Auto dann fertig war ging es dann auf die letzten 600 Kilometer der Heimreise. Das Auto sprang etwas schlechter an als vorher, aber da dachten wir uns nix bei - ein fataler Fehler, wie sich noch herausstellen sollte.

Daheim wars dann schön, bis aufs Wetter. Aber auch so musste ich mal wieder feststellen, wie schön es dort ist. Ich fange erst gar nicht an zu schwelgen, sonst bricht bei mir noch Heimweh aus. Kurzfassung: Wir waren in Cochem, Heidelberg und Koblenz. Maria Laach und Trier haben wir uns für den nächsten Besuch aufgehoben :-)

Am letzten Tag daheim hab ich dann mit meinem Vater Möbel aufgeladen, und zwar so, dass echt nix mehr reinging (das war der Grund für die Fahrt mit dem Transporter - für alle, die sich schon gefragt haben, warum wir nicht geflogen sind). Jetzt hab ich endlich mein tolles Bett, Stereoanlage und allen möglichen anderen Krempel hier. Fast wie daheim.

Nach einem abschließenden Besuch der Cochemer Senfmühle haben wir (jetzt mit Unterstützung von Papa) uns auf den Rückweg gemacht, mit dem Plan Dienstag morgen losfahren, Mittwoch abend ankommen. Aus dem Plan wurde leider nichts, denn ... unser Auto hat mitten in Polen plötzlich aufgegeben und sprang gar nicht mehr an. Und das mitten in der Nacht, an einer Tankstelle, die geschlossen hatte. AAARGH! Panik! Auch nach ca. einer Stunde rumprobieren hat sich nix gerührt. Zwischenzeitlich kamen ein paar polnische Straßenarbeiter, die sehr hilfsbereit waren, leider aber weder Englisch noch Deutsch sprachen. Und Licht gabs auch keins dort, also leuchteten sie mit ihren Handydisplays im Motorraum rum und brachten auf polnisch und russisch Argumente für ihre verschiedenen Theorien vor, was denn nun kaputt sei. Half uns ja alles nix. In der Zwischenzeit hatten wir auch eine Nummer vom Abschleppdienst, der nach etwas einer Stunde eintraf. Und hier fing das Abenteuer erst an.

Denn: Der Fahrer des Abschleppwagens war extremst hibbelig und auch ein bisschen lustig, aber eben leider auch vollkommen wahnsinnig. Er zog also unseren Transporter auf die Ladefläche, vertäute alles brav, und ließ uns dann zu dritt neben ihm im Fahrerraum "Platz" nehmen. Von Platz konnte keine Rede sein, von Anschnallen schon gar nicht. Dann fuhr er los, auf einer Abkürzung, wie er stolz erklärte. Die Straße war denkbar schlecht, und ich sah das Auto im Rückspiegel nur so schaukeln. Als er dann auch noch ungebremst durch scharfe Kurven fuhr, dachte ich endgültig, dass wir oder zumindest das Auto es nicht überstehen werden. Ich sah es schon vor mir: Der geliehene Transporter fällt, dank enomrmer Fliehkraft und einseitiger Vertäung, seitwärts vom Abschleppwagen und landet samt Inhalt, den ich extra aus Deutschland abgeholt hatte, vollständig zermatscht im Graben. Alle meine Möbel, Lautsprecher und überhaupt alles sind schrottreif, und wir stehen mitten in der Nacht irgendwo in Polen und kommen nicht mehr weg.
Zum Glück war ich so übermüdet, dass ich alles etwas verschwommen wahrnahm. So auch die lapidare Bemerkung des Fahrers: "Ah da, Polizei" ... Schreck! ... "Aber macht nix, is mein Freund, der hält uns nicht an". Herzschlag wieder auf Schlaflevel, puh. In Polen läuft alles über Beziehungen, wurde mir da klar. So denn auch die Wahl der Werkstatt. Der Fahrer wollte uns partout nicht zu einer Ford-Werkstatt bringen, viel zu teuer. Besser er bringe uns zu einer Werkstatt von einem Kumpel, meinte er. Wieder einmal gingen die Alarmglocken an, aber ich hatte sie schon so oft gehört an diesem Tag, dass ich völlig ruhig sagte "Ja klar, ist ja auch besser". Wars dann auch: Wir kamen zu einer großen LKW-Werkstatt am Rande von Poznan, um 3 Uhr nachts. Da niemand auf der Arbeit war (komisch!), schliefen wir also in unserem Auto ein, ungewiss was der nächste Tag bringen würde - es könnte ja immer noch passieren, dass wir mit diesem Auto nicht weiterkommen, und das hieße, dass wir mit ner Menge Möbel in Polen gestrandet wären.

Schon um 6 Uhr morgens (das nenn ich mal Arbeitsmoral!) kamen die ersten Polen zur Arbeit. Schnell hatten wir auch den Chef aufgefunden, der uns versprach sich drum zu kümmern. Um 9 Uhr fingen sie an zu werkeln, und ich ging mit meinem Vater auf Erkundungstour durch Poznan. Ele blieb da und lernte weiter für ihre Klausur, deren Bestehen, sofern sie überhaupt rechtzeitig dafür wieder zurück sein sollte, durch die Strapazen arg erschwert wurde. Und dann, nur 2 Stunden später, rief der Werkstattsmeister an und verkündete das Auto sei repariert. Auf dem Rückweg verliefen wir uns noch leicht im Wald, aber ob der vorhergegangenen Ereignisse blieben wir ganz locker.

Zurück in der Werkstatt verkündete man uns, dass es nicht wie vermutet die Benzinpumpe gewesen sei, sondern die Einspritzung nicht klappte. Ich als Laie konnte nur sagen "Jaja, ähmhm, ja das ... klar". Mein Papa nickte verstehend, also vertraute ich den polnischen Mechanikern mal. Die wollten dann auch nur 40 Euro haben, ganz im Gegensatz zum Abschlepper von der Nacht zuvor - der sahnte dicke 120 Euro ab und war sichtlich froh über den guten Fang. Für mehr als 2 Stunden Arbeit zweier Mechaniker, Chef dabei, sind 40 Euro gewiss nicht zuviel.

Mit neuen Kabeln im Motorraum, frischem Mut, arg übermüdet und stinkend machten wir uns dann auf den weiteren Weg. Der Plan, den Berufsverkehr in Warschau zu umgehen, ging um ca. eine halbe Stunde schief, so dauerte alles noch viel länger. Nach einer Ewigkeit kamen wir dann endlich endlich zur Frühstückszeit in Tallinn an. Boah! Wir duschten, brachten das Auto zurück, und schliefen erstmal den Rest vom Tag :-)

Es folgten ein paar sehr Fußball-lastige Tage mit meinem Papa in einer guten Kneipe, und ein paar Ausflüge, die leider ständig vom Regen vermiest wurden, wie zuvor in Deutschland. Hier mein Papa auf dem Dach vom Radisson-Hotel, Blick auf die Altstadt mit Meer dahinter (ich muss noch einmal betonen: Ich wohne am Meer!):

Papa auf dem Dach


Noch nie wahrgenommen: Das Dominikanerkloster in Tallinn.
Könnte so auch in Italien stehen.


Kaum war der Papa weg kam auch schon die Mama mit zwei Kolleginnen. Die hattens mit dem Wetter etwas besser erwischt, und so unternahmen wir an einem Tag auch einen Ausflug in den Naturpark Lahemaa (heißt soviel wie "Buchtenland"). Es gab eine Menge zu bewundern, denn auch Estland ist schön:


Tolle Herrenhäuser

Schöne Ostsee-Buchten mit Findlingen darin
(das gibt einem Meeresblick so richtig was, wenn Steine drin liegen!)



Echte Altestnische Schaukeln aus Holz



Burgruinen (Rakvere)


Natürlich spielte auch während des Besuchs meiner Mama der Fußball eine wichtige Rolle. Zum Endspiel wurden wir sogar in die deutsche Botschaft eingeladen - unmöglich, das abzuschlagen. Zusammen mit dem deutschen und dem spanischen Botschafter sahen wir uns das Spiel an, leider mit unerfreulichem Ausgang für alle bis auf eben den spanischen Botschafter.

Fussball in der Botschaft - vorne meine Mutter mit
zwei Kolleginnen Anette und Barbara


So, jetzt noch im Schnellabriss die übrigen Dinge:
Ich habe mich einmal über mangelnde Zivilcourage aufgeregt, als ich in einen Bus einstieg und dort ein bewusstloser Mann auf dem Boden lag und sich niemand darum kümmerte. Ich konnte mit Mühe einen unbeteiligt Dreinschauenden überreden mir zu helfen, den Kerl in einen Sitz zu hieven. Dem Busfahrer wars denn auch egal, als ich ihn aufforderte was zu tun. Er würde sich an der Endhaltestelle drum kümmern. Wutentbrannt wollte ich gerne den ganzen Bus anschreien, wie bescheuert sich alle verhalten haben, leider konnte ich meinem Zorn nicht auf Estnisch Ausdruck verleihen. Ich tat es dann in Schriftform an das Busunternehmen, das sich auch prompt per Telefon meldete, entschuldigte, versicherte man habe mit dem Busfahrer gesprochen und dem Bewusstlosen gehe es wieder besser - er sei mit Drogen vollgepumpt gewesen. Immerhin, sie haben sich gemeldet. Aber mein Zorn auf die Gesellschaft ist immer noch nicht verraucht! Woher sollte den irgendeiner in dem Bus wissen, dass der Mann voller Drogen war? Hätte ja auch sonstwas sein können! So sehr nach Penner sah er nicht aus, dass man das Übliche annimmt. Und selbst wenn! Arrrgh, was war und bin ich sauer. Alle haben bloß geglotzt und angenommen, dass wenn keiner was tut, dann wirds dem Kerl schon gut gehen.

Zum Schluss dann noch was Erfreuliches: Hier war Õllesummer. Das ist so wie Oktoberfest und Rock am Ring zusammen - ein Wahnsinnsspektakel mit vielen Bieren aus aller Welt frisch vom Fass und guter Musik und Grillgeruch überall. Genau das was ich voll vermisst habe die ganze Zeit. Der Höhepunkt zweifellos: Am Freitagabend spielte Franz Ferdinand! Hammer, sag ich nur!

Franz Ferdinand - Super!


Bald ist wieder die Baltic Beach Party in Liepaja, das wird auch ein Spaß. Und grad ist die Romy zu Besuch, die macht einen dreiwöchigen Estnisch-Sprachkurs. Und jetzt hör ich auch auf - wer bis hierhin durchgehalten hat: Glückwunsch :-)

Viele liebe Grüße,
Thomas